Malteser-Zucht
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Erbrechen am Morgen: nur lästig oder ernsthaft?

Wenn ein Hund tagsüber erbricht, weisst man meistens, warum, bzw. ob man damit zum Tierarzt gehen muss (wenn es mit anderen Symptomen begleitet oder häufig ist). Wie ist es aber mit Erbrechen am Morgen, zum Teil gar noch lange vor dem Aufstehen?

Es gibt Hunde, die ab und wann etwas wässeriges und (meist) gelb-grünes erbrechen, in sein Bettchen oder auch auf Teppich. Typischerweise ist der Hund auch in der Nacht unruhig und u.U. zeigt Aufstossen, man kann sogar Rumoren aus dem Magen – Darm Trakt hören.

Dies ganze kann drei Ursachen haben. Die Erste ist die Häufigste: leerer Magen. Insbesondere wenn man nur 1x täglich füttert und dies nicht am Abend, provoziert der über Nacht leere Magen, dass aus der Galle durch den (leeren) Dünndarm ein Reflux in den Magen stattfindet und dort, mit der Magensäure und geschlucktem Speichel vermischt in den Mund steigt – und wird erbrochen.

Wenn dies passiert, möchten viele Hunde Grass fressen, um den Magen zu beruhigen. Was etwas hilft, ist aber alles andere als gefährlich (solange Grass nicht gespritzt ist und keine Parasiten beheimatet). Grassfressen machen viele Hunde und erst wenn dies extrem oft passiert muss man sich Sorge machen.

Abhilfe gegen solchem Erbrechen am Morgen, man nennt es auch "early morning vomiting", ist einfach. Bereits ein Läckerli vor dem Einschlafen könnte das Problem reduzieren. Richtig wäre, den Fütterungs-Zeitplan zu ändern. Vielleicht erst am Abend die volle Ration zu geben oder einfach 2x/Tag zu füttern.

Hilft dies nicht, liegt die Ursache anderswo. Eigentlich selten kann der Grund in der Futterunverträglichkeit liegen. Da kann man selber einige andere Futter ausprobieren (nur, Hunde-Verdauungstrakt schätzt hektische Futterumstellungen gar nicht), aber eine Beratung durch den Tierarzt würden wir empfehlen. Insbesondere, da es auch noch eine dritte Ursache geben kann, nämlich spiralförmige Magenbakterien. Aber auf die würden wir erst tippen, wenn die vorherigen Ursachen ausgeschlossen werden können.

(15.06.2020)

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