"Benji's Memorial Malteser-Zucht"

Obst und Gemüse: Was ist für den Hund gut und was nicht?

Dass ein Hund nicht nur Fleisch frisst ist bekannt. Ist aber alles, was uns Menschen gut tut auch für den Liebling gut? Klare Antwort: Nicht alles.
Aber Achtung: Es kann auch die Menge oder ob roh/gekocht den Unterschied machen. Deshalb lesen Sie bitte nicht nur die Überschrift!

Ananas: ok. Kleine Stücke, natürlich erst wenn die stachelige Rinde entfernt, sind eine süsse Leckerei, die voll von Mineralien und Vitaminen ist. Ausserdem enthalten sie auch Enzyme, die eine Proteinaufnahme unterstützen und andere, die bei Entzündungen helfen.

Apfel: OK. Spendet Vitamine A und C und Ballaststoffe, nur muss man vorher das Gehäuse mit Kernen entfernen.

Aprikose: ok. Natürlich ohne Kern, enthält Kalium, Eisen, Folsäure, Beta-Carotin, ausserdem Vitamine und Ballaststoffe.

Avocado: NEIN. Sie enthalten Gift namens Persin, welcher uns nichts ausmacht, aber bei Hunden Erbrechen und Durchfall auslöst.

Banane: ok. Enthält Kalium, viele Vitamine, Biotin, Kupfer und Ballaststoffe, dafür wenig Natrium und Cholesterin. Allerdings enthält sie auch Zucker, so dass man es dem Hund nur mit Mass geben soll.

Birne: ok. Da sie Kupfer, Vitamine C und K und Ballaststoffe enth§lt ist sie ein ideales Zwischendurch-Happen. Nur muss sie in kleine, mundgerechte Stücke geschnitten werden. Nur dürfen keine Kerne, bzw. kein Haus drin sein – diese enthalten kleine Mengen von Zyanid.

Bohne: nein. Alle Hülsenfruchte und ausgesprochen die Bohne enthalten Phasin, welches für Hunde giftig ist: von reduzierter Enzymaktivität im Darm bis zu einer irreversibler Darmschädigung können seine Folgen sein. Zwar könnte man das Gift durch langes Kochen (mind. 30 Min.) weitgehend vernichten, wir meinen aber: der Hund braucht die Bohne nicht.

Broccoli: ok – aber nur in kleinen Mengen und nicht zu oft. Sie enthalten leider auch Stoffe, die bei Hunden Gastritis und/oder Irritation der Speiseröhre hervorrufen können.

Chicorée: nein. Er enthält zwar keine Giftstoffe, dafür Vitamine und Mineralien. Aber die Blätter schmecken bitter, so dass kaum ein Hund ihn gerne frisst.

Erbsen: nein. Roh, ob frisch gepflügt oder getrocknet, verursachen sie Magenbeschwerden und Blähungen bis zu einer irreversibler Darmschädigung. Gekocht sind die schädlichen Inhaltstoffe weitgehend zerstört so dass man sie dem Hund geben kann, aber so viel Gutes enthalten sie nicht - also lieber ein anderes Gemüse wählen.

Erdbeeren: ok. Sie sind voll von Ballaststoffen und Vitamin C, ausserdem enthalten Enzyme, welche die Zähne etwas bleichen, weisser machen. Allerdings darf man es nicht übertreiben, weil sie auch viel Zucker enthalten.

Feige: nein. Sie wirkt wie ein Abführmittel und dafür soll man lieber die Anweisungen des Tierarztes befolgen.

Fenchel: ok. Enthält Eisen, Magnesium, Kalium und Kalzium sowie große Mengen an Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E und Folsäure. Das einzige Problem: es schmeckt dem Hund nicht. Deshalb muss man es fein gehackt unter anderes Gemüse (oder Fleisch) mischen – aber nur in kleinen Portionen, sonst lässt der Hund das ganze Futter stehen.

Grünkohl (Federkohl): nein. Ist zwar reich an Vitaminen und weiteren wichtigen Elementen, wirkt aber blähend. Deshalb würden kleine Mengen in einem Gemüse-Mix ok sein, aber generell sagen wir: lieber nicht.

Gurke: ok. Sie sind insbesondere für Übergewichtige Hunde empfehlenswert, da sie sehr wenige Kohlenhydrate, Öl und Fett enthalten und die Verdauung anregen. Dafür ist sie voll von Vitaminen K, C, B1 sowie von Kalium, Kupfer, Magnesium und Biotin.

Heidelbeeren: ok! Heidelbeeren sind ein Super-Futterzusatz, da sie Antioxidante enthalten, welche bei Hunden (wie auch bei uns Menschen) helfen Zellen zu regenerieren. Ein Tipp: Machen Sie mit ihm ein Spiel "Futter /Beeren in der Luft fangen", es wird ein gesunder Spass sein. Hinweis. Es gibt eigentlich 2 Sorten, die "europäische" hat kleine Beeren und auch Fleisch dunkelblau, die "amerikanische" hat grosse Beeren und eher helles Fleisch. Die letztere heisst eigentlich Blaubeere, aber wird bei uns auch als Heidelbeere verkauft. Das obgenannte gilt frür beide Sorten, aber das Spiel get mit Blaubeeren besser.

Himbeere: ok. Sie enthält Mangan, Vitamin C, Ballaststoffe und Antioxidantien, dafür wenig Zucker. Sie ist insbesondere für alte Hunde gut, da sie gegen Entzündungen wirkt. Aber Vorsicht: Keine grösseren Mengen und nicht zu oft, da sie für den Hund giftiges Xylitol enthält.

Ingwer: ok. Enthält Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor und Kalzium sowie Enzyme und ätherische Öle, so dass er Hilfe bei Magen-Darm Problemen bringt – wenn Ihr Hund ihn nimmt (es schmeckt für den Hund scheusslich).

Johannisbeere: nein. Ihre ölhaltige Kerne sind - wie bei den meisten Beeren – für den Hund leicht giftig und auch der Rest kann Nierenprobleme verursachen. Allerdings kann man die Johanisbeere in geringen Mengen geben, da sie neben Vitamine A und C Kalium und Magnesium enthält.

Karotten (Rüebli): ok. Sie sind ein ausgezeichneter Snack, mit fast keinen Kalorien und viel Ballaststoffen und Vitamin A. Noch besser sind sie gerieben auf Orangen-Fruchtfleisch, dann helfen sie auch den Zähnen.

Kartoffeln: ok. Es ist empfehlenswert diese dem Hund ab und wann zu geben, da sie viel Eisen enthalten. Geschält und in Wasser gekocht oder auch auf der Pfanne gebraten, nicht aber roh (verursachen Magenprobleme) oder als Kartoffelpüree (wegen Butter und Milch und Gewürz). Nicht vergessen: Keime und grüne Stellen rausschneiden, sie sind auch gekocht giftig.

Kirsche: NEIN. Kirschen enthalten Zyanid, das für Hunde giftig ist; es unterbricht den Zell-Transport von Sauerstoff, so dass das Blut die Organe nicht mehr versorgen kann, was sich wie Ersticken auswirkt.

Kohlrabi: ok. Geschält und püriert versorgt er den Hund mit Eiweiß, Kalzium, Kalium, Phosphor, Magnesium, Eisen und Vitaminen B1, B2, B6, C. Aber Achtung: Neigt zu Blähungen, deshalb nur in kleinen Mengen und nicht Hunden mit krankem Magen geben. Hinweis: Auch Blätter soll man mit- oder solo geben, dort sind die gleichen Nährstoffe noch stärker vertreten.

Kürbis: ok. Sein Fleisch (ohne Kerne) kann gekocht, gebacken oder püriert sein, es enthält Vitamine A, E, B1, B2, B6 und B12 sowie Eisen, Zink, Magnesium, Kalium, Calzium und Phosphor (der Hund kann Kalzium erst in Verbindung mit Phosphor richtig aufnehmen). Einzig Problem ist, dass wir Menschen niemals Kürbis ohne weitere Verarbeitung essen, sei es als Suppe oder ein Kuchen usw. – und dann sind viele anderen Zutaten wie Gewürz oder Zucker dabei, die für den Hund verboten sind. Und noch dies: Zierkürbisse enthalten z.T. für den Hund schädliche Stoffe, sie sind ja nicht zum Verzerr vorgesehen.

Lauch: nein. Ein mit Zwiebel verwandtes Gemüse, enthält auch Alliin (Wirkung siehe Zwiebel), jedoch nur in kleinerem Mass. Will heissen: in kleiner Menge (wie sie in den Flocken- und Gemüsemischung vorkommen) ist es ok, nicht aber das, was auf unseren Tellern zu finden ist. Hinweis: Ausser dem Giftstoff enthält Lauch ausser Vitamine C, K, Folsäure auch Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Mangan.

Löwenzahnblätter: OK. Frisch gepflückte, bevorzugt junge Blätter in kleine Stücke geschnitten und in Fleisch gemischt: das lieben die Hunde sehr. Diese Blätter sind vitaminreich und wirken appetitanregend, stärkend und auch blutreinigend.

Mandel: NEIN. Es gibt sie als Süss- oder Bittermandel. Die zweite ist hochgiftig, da sie aber kaum von der Süssmandel unterschieden werden kann, raten wir dringend: Halten Sie diese für den Hund unerreichbar!

Mango: ok. Diese Frucht enthält Vitamine A, B6, C und E sowie Kalium, Alpha-Karotin und Beta-Karotin, dazu noch Ballaststoffe. Aber Vorsicht: der Kern muss unbedingt entfernt werden, da er – wie bei den meisten Früchten – Zyanid enthält (mehr über Zyanid: siehe Kirsche).

Melone: ok. Gut, aber natürlich ohne die Rinde und ohne Samen, die können zu schwerer Verstopfung führen. Sie enthält viel Vitamin A, B6, C und Kalzium. Die Wassermelone besteht aus 92% Wasser, so dass sie an heissen Sommertagen eine gute Vorbeugung vor Dehydratation des Hundes dient – wenn die Haare im Gesicht danach nicht verklebt und verfärbt wären. Die Zuckermelone ist bedeutend gesünder, aber nur gut gereift (und nur in ganze kleine Stücke geschnitten, sonst lässt auch sie Spuren im Hundehaar).

Orangen: ok. Für Malteser und unsere kleinen Hunde soll man höchstens 1/3 einer mittelgrossen Orange geben, nur grosse Hunde würden eine volle Frucht vertragen. Die Schale ist zwar nicht giftig, doch empfehlen die Veterinärmediziner sie zu entfernen, da sie für die Verdauung doch zu rau ist (und in hiessigen Läden meistens mit Chemie gegen verfaulen getränkt). Nicht vergessen: die Kerne gehören entfernt zu werden!

Peperoni (Paprika): nein. Als Nachtschattengewächs ist sie nur gereift ungefährlich, deshalb dürfte man nur die Rote Peperoni dem Hund gegeben werden. Sie enthält sehr viel Vitamin C, was für den Hund nicht die Wichtigkeit wie für uns Menschen hat; ausserdem Carotine, Kalium, Magnesium und Kalzium. Einige Sorten sind "scharf", was auch den Hund irritieren würde. Auf jeden Fall: Die Samen (Kerne) müssen entfernt werden. Alles in allem: lieber nicht.

Pfirsich: ok. Fruchtfleisch ist reich an Ballaststoffen und Vitamin A und soll auch Abwehrkräfte gegen Infektionen stärken. Grosse Vorsicht jedoch betrifft den Kern, den man unbedingt entfernen muss, da er - wie bei Kirschen – Zyanid enthält.

Pilze: nein. Es ist zwar richtig, dass bei weitem nicht alle Pilze giftig sind, aber was wir noch gut vertragen kann dem Hund schon schaden. Riskieren Sie es nicht, der Hund kann gut ohne sie leben.

Rote Beete: ok. Ausser Vitaminen und Mineralien enthält sie sehr viel Folsäure. Sie hilft bei Verdauungsproblemen und bei Appetitlosigkeit, nur sollen Sie nicht in der Form, in der sie an unsere Teller kommt (mit Gewürz und Essig), sondern nur gekocht, abgetropft und auf kleine, mundgerechte Stücke zugeschnitten (Achtung auf die Haarverfärbung) dem Hund geben.

Salat: ok. Ist ein wertvoller Lieferant von Eiweiss, Vitamin C, Folsäure, Karotin, Kalzium, Kalium, Kupfer, Jod, Zink, Mangan und Selen. Wie beim Löwenzahn, kleigehackt - und natürlich ohne Sauce/Drerssing - unter Fleisch mischen.

Schnittlauch: nein. Enthält für den Hund giftigen Alliin (siehe Zwiebel).

Sellerie: ok. Zusätzlich zu den Vitaminen A, B, C enthält er auch Nährstoffe, die sorgen für ein gesundes Herz und wehren Krebs ab. Ausserdem sorgen sie beim Hund für ein frisches Atem.

Spargel: nein. Sie ist zwar nicht giftig, aber roh ist schwer verdaulich und gekocht hat sie kein Ernährungswert. Es gibt besseres Gemüse!

Spinat: nein. Spinat ist zwar ein guter Lieferant von Vitaminen und Nährstoffen, aber die Stängel und das Blattgerippe enthält Nitrate, die im Hundeorganismus zum giftigem Nitrit umgebaut werden. Oder wollen Sie sich die Mühe geben und diese vorsichtig aus jedem Blatt rausschneiden?

Süsskartoffel: ok. Sie enthält Beta-Karotin, Vitamin B6 und C und Ballaststoffe. Wie Kartoffel, gewaschen, geschält und gekocht ohne Geschmackszusätze sind sie ok. Auf keinen Fall aber gezuckert oder in süssem Kuchen geben!

Tomate: nein. Für sich ist das rote Fleisch (ohne Kerne), was wir Menschen gerne essen, für den Hund ungefährlich, nur die grünen Teile sind giftig und der Hund müsste eine gute Portion davon essen, um zu Schaden zu kommen. Aber doch gilt die Empfehlung: lieber nicht.

(Wein-) Trauben, Rosinen: NEIN! Trauben wie auch Rosinen sind für Hunde aller Rassen und Alter sehr giftig. Sie können zu akutem Nierenversagen (und Tod) führen. Unbedingt für Ihren Wauwau unerreichbar halten!

Zucchetti, Zucchini: ok. Ausser Vitamine enthalten sie Kalzium, Phosphor, Magnesium und Kalium. Man kann sie roh oder gekocht (jeweils mit Schale, aber ohne Samen) geben. Die für uns übliche Vorbereitungen kombinieren Zucchetti mit Zwiebeln und Tomaten – und die sind ja für den Hund verboten! Allerdings gilt: Die wildgewachsenen Zucchetti enthalten einen Bitterstroff, der bei Hunden Probleme bis zum Schock verursachen. Die gekauften oder aus gekauften Samen im Garten gezüchtete Zucchetti/Zucchini sind ohne diesen Stoff, der auch für uns bitter schmeckt. Nur Zucchetti, die aus Samen der letzten Ernte immer weiter gezüchtet werden, können wieder bitter werden.

Zwiebel: NEIN. Zwiebel, Lauch und Schnittlauch gehören zur Pflanzenart Allium, sie alle sind für die meisten Tiere giftig. Sie verursachen Erbrechen, Gastritis, Bauchweh und Übelkeit sowie greifen Zellmembrane von roten Blutkörperchen an.

Nach AKC-Empfehungen und weiteren Quellen.
(25.09.2016)


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