Malteser-Zucht
Benji's Memorial
Z.+V. Vanek-Jaeger, CH-5615 Fahrwangen

Vaterrolle bei den Hunden

Was die Menschen betrifft, da meinte Wilhelm Busch: Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Und bei den Wölfen? Dort übernimmt der Leit-Rüde (nur dieser darf Vater werden) die Überwachung und Erziehung der Welpen, zeigt ihnen, wie man was tut, trainiert mit denen auch die Jagd, bis die junge Weibchen bereit zur Deckung sind und die Männchen, bis sie erwachsen das Rudel verlassen.

Und bei den Hunden? Nichts davon! Natürlich vererbt der Vater seine Gene, aber sonst kennt er "seine Kinder" nicht. Vielleicht war dies vor 200'000 Jahren noch anders, aber dazwischen hat der Mensch alle diese Aufgaben übernommen und so haben die Rüden ihre ursprüngliche Rolle verlernt

Heute kommt noch dazu, dass der Vater der Welpen häufig nicht beim Züchter ist, schliesslich will man ein Inzest verhindern. Aber ein Rüde, eng- oder weitverwandt ist meistens beim Züchter auch da.

Es gibt zwar Berichte über Rüden, die in Welpen unerwünschte Eindringlinge sehen würden und sie gar töten. Bei den Maltesern haben wir sowas noch nie gehört, aber Knurren und Zähne zeigen kann es geben.

Ein guter Züchter bringt die Welpen mit etwa 6 – 9 Wochen (oder auch, erst wenn sie geimpft sind), mit dem Vater oder einem anderen Rüden (unter Aufsicht) zusammen. Was ein guter Schritt in der Sozialisierung der Welpen ist. Schliesslich bekommt ein Hund, der nur mit Hündinnen als Welpe Kontakt hatte, ein ungutes Gefühl später, wenn er draussen fremden Rüden begegnet.

Übrigens, man sagt, auch der Bezug zu Menschen sei so. Wenn ein Welpe in den ersten Monaten ausschliesslich mit Frauen im Kontakt ist, dann soll er später im Leben zu Männern misstrauisch sein.

(18.02.2021)

zurück