"Benji's Memorial Malteser-Zucht"

Winter: Vorsicht!

Es kann zu jeder Jahreszeit etwas passieren - heute reden wir über die Zeit, als es draussen kalt, um die Herzen aber warm ist.

Zuerst zur Kälte. Bei den Minustemperaturen leiden die Pfoten. Schon der Frost allein macht die Haut an den Ballen ausgetrocknet und spröde, dazu kommt, dass Eisklumpen am Boden scharfe Kanten haben. Noch schlimmer ist es dort, wo dir Wege gesalzen sind - das Schmelzwasser wird zur (schwachen) Salzsäure. Es ist also vernünftig, die Pfoten vor und nach einem längeren Spaziergang oder bei gesalzenem Trottoir zu pflegen. Das Beste Mittel dafür sei, haben wir gelesen, Musher's Secret, was Husky-Rennleute verwenden, aber bei den Maltesern genügt. davon sind wir überzeugt, das Melkfett. Alles andere ist nicht besser.

In den Bergen werden Wege nicht mehr gesalzen, sondern mit Spezial-Chemie behandelt (wegen sehr tiefen Temperaturen). Diese ätzt zwar nicht so wie Salz, dafür ist klebrig und ruiniert so das schöne Haarkleid.

Was der Malteser nicht braucht ist ein Mäntelchen. Sein Haar ist Wärmeschutz genug (wenn nicht auf weniger als 6 cm geschnitten ist). Gegen Schnee hilft der Stoff wenig, weil dann die Beinchen exponiert sind. Bei Nassschnee, das wissen wir alle, braucht es nur wenige Minuten und der kleine Körper bewegt sich nur mühsam auf vier grossen, schweren, kalten Schneebällen. Dann aber Vorsicht! Die Muskeln und Sehnen sind unterkühlt, die Knochen und Gelenke nur für das Körpergewicht dimensioniert. Ein Versuch, den Schnee mit den Fingern wegzudrücken kann allzu schnell zu schweren Verletzungen und teueren Operationen führen!

Generell gilt: Warten Sie nicht, bis das Schnee selber schmilzt. Insbesondere den Hund ins Auto zu stecken und meinen, er sei dort doch vor Unwetter geschützt, stimmt nur - und auch das nicht uneingeschränkt - bei Hunden mit trockenem Haar. Auch eine Schneeschmelze mithilfe eines Haarföhns birgt ein hohes Risiko: Aus den handelsüblichen Apparaten strömt jeweils eine sehr heisse Luft und dann der scharfe Temperaturunterschied zwischen dem heissen und unterkühlten Gewebe an der Schmelzgrenze führt zum gefährlichen Thermo-Schock. Es bleibt nämlich nur eins: Die Beine und ev. auch Brust und Bauch mit kaltem oder höchstens lauwarmem, ja nicht warmem Wasser abzuspritzen und dann mit Tuch abzutrocknen. Erst dann und wenn alles wieder durchblutet ist - z.B. nach ein paar Schritten im Trockenen o.ä. - kann man, falls nötig, Föhn in die Hand nehmen,

Trotz allen Warnungen: Ihr Liebling hat Spass an der Winterzeit, geniessen Sie sie mit ihm!

(05.12.2010)


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